Professioneller Ratgeber

Peeling unter Okklusion: die Wirkung einer Maske verstehen

Eine okklusive Maske begrenzt die Verdunstung an der Hautoberfläche. Dadurch können sich die Hydratation der Hornschicht und – je nach Formulierung – die Penetration einzelner Wirkstoffe verändern.

Was Okklusion bedeutet

Die Haut « atmet » nicht wie eine Lunge. Ein okklusiver Film verringert vor allem den transepidermalen Wasserverlust und hält das Produkt an der Hautoberfläche.

Okklusion steigert die Aufnahme nicht automatisch. Entscheidend sind Molekül, Träger, pH-Wert, Auftragsmenge und Einwirkzeit.

Warum 15 % die Intensität nicht allein erklären

Zwei Peelings mit demselben Prozentwert können unterschiedlich wirken. Konzentration, freie Säure, pH-Wert, Textur, Schichten und Einwirkzeit müssen gemeinsam betrachtet werden.

Eine 15%ige Glykolsäure-Maske ist daher nicht automatisch wirksamer oder sanfter als eine andere Formel.

Warum wird manchmal von Cold Peeling gesprochen?

Menthol und bestimmte Derivate aktivieren sensorische Kälterezeptoren wie TRPM8. Dadurch kann ein Frischegefühl entstehen, das manche Personen als angenehmer empfinden.

Das Kältegefühl neutralisiert keine Säure, senkt nicht zwingend die Hauttemperatur und garantiert keine Reizfreiheit. Ungewöhnliches Brennen oder Schmerzen bleiben ein Abbruchsignal.

Ein Beispiel zum Vergleichen

Glykolische Creme-Peeling-Maske 15 %

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Glykolische Creme-Peeling-Maske 15 %

Ein Beispiel für eine okklusive Peeling-Maske mit Menthol und Menthyl Lactate. Anleitung, pH-Wert, Einwirkzeit und Hautzustand bleiben entscheidend.

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Redaktionelle Illustration zu Gesichtspeelings
Redaktionelle Illustration zu Gesichtspeelings

Dokumentationsgrundlage

Hautokklusion: PMID 1637558 und PMID 17035722. Tiefe von Glykolsäure-Peelings: PMID 8634810. Menthol und Kältewahrnehmung: PMID 19822550.