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Peeling bei Psoriasis: eine gute oder schlechte Idee?

Auf eine rote, schmerzhafte, rissige, nässende oder infizierte Psoriasis-Plaque gehört kein kosmetisches Peeling. Reibung und Reizung können Läsionen bei manchen Menschen verschlimmern, unter anderem durch das Koebner-Phänomen.

Warum Schuppen nicht abgetragen werden sollten

Schuppen entstehen durch eine chronisch entzündliche Erkrankung, nicht durch unzureichende Reinigung. Abkratzen oder Abschleifen kann die Haut traumatisieren. Mikrodermabrasion, mechanisches Peeling oder konzentrierte Säuren sind daher direkt auf aktiven Plaques zu vermeiden.

Chemisch, mechanisch oder enzymatisch

Ein chemisches Peeling kann Brennen, Rötung und eine gestörte Barriere verursachen. Mechanische Verfahren erzeugen Reibung. Enzympeelings können je nach Formel sanfter sein, sind aber nicht automatisch für entzündete Plaques geeignet.

Auch bei einer scheinbar stabilen, nicht betroffenen Stelle sollte bei Psoriasis vor intensiver Exfoliation dermatologischer Rat eingeholt werden.

Befeuchten und geschmeidig machen – ohne Heilversprechen

Rückfettende Pflege begleitet trockene und schuppige Haut. Die deutsche S3-Leitlinie nennt für die Basistherapie etwa 3 bis 10 % Urea und weist zugleich auf begrenzte kontrollierte Evidenz hin.

Eine kosmetische Creme mit 10 % Urea kann die Hornschicht auf intakter Haut befeuchten und geschmeidiger machen. Sie behandelt keine Psoriasis und ersetzt weder Arzneimittel noch dermatologischen Rat.

Kosmetikpflege für sehr trockene Haut

REPAIR Cream – 10 % Urea

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REPAIR Cream – 10 % Urea

Nicht-medizinische Kosmetikpflege für sehr trockene, raue oder schuppige Haut an Gesicht und Körper. Ohne Reiben, nur auf intakter Haut und nach Kennzeichnung anwenden.

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Didaktische Illustration möglicher Hautbereiche mit Psoriasis-Plaques
Didaktische Illustration möglicher Hautbereiche mit Psoriasis-Plaques

Dokumentationsgrundlage

Grundlage: Koebner-Phänomen, PMID 12195563 und PMID 31710084; deutsche S3-Leitlinie zur Psoriasis, Basistherapie mit 3–10 % Urea; Urea und Hautbarriere bei Psoriasis, PMID 8891006. Der Inhalt ist informativ und nicht diagnostisch.